Der unter Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgelegte Mikrokreditfonds der Bundesregierung hat seit seiner Auflage vor zwei Jahren bereits mehr als 6.600 Kleinkredite mit einem Gesamtvolumen von knapp 40 Millionen Euro abgesichert. Damit wurden die Planzahlen um mehr als das Doppelte übertroffen.
Der Mikrokreditfonds sichert mit einem Volumen von 100 Millionen Euro Kredite von bis zu 20.000 Euro, bei einer Laufzeit von bis zu drei Jahren, ohne Kredituntergrenze und ermöglicht eine unbürokratische und schnelle Kreditvergabe Er wurde im Januar 2010 unter Federführung des BMAS mit einer Laufzeit zunächst bis 2015 eingerichtet, soll den Zugang zu Kapital für junge und kleine Unternehmen verbessern und wird finanziert durch den Europäischen Sozialfonds (knapp 60 Millionen Euro) und Haushaltsmittel des BMAS (mehr als 40 Millionen Euro).
Bisher wurden 6630 Kredite mit einem Gesamtvolumen von 39,8 Millionen Euro vergeben (Anfang 2011 lag das Gesamtvolumen noch bei 10 Millionen Euro). Von den Krediten profitieren zu 41 Prozent Menschen mit Migrationshintergrund. Ein Drittel der Kreditnehmer sind Frauen. Am häufigsten gibt es Neugründungen in der Dienstleistungsbranche, gefolgt von Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk. Die Zahl der Mikrofinanzinstitute (sind erste Anlaufstelle für Interessenten, empfehlen nach Prüfung an die GLS-Bank, die die Kredite vergibt) ist von 10 auf 45 gestiegen.
Damit noch mehr Gründer und Kleinunternehmer vom Mikrokreditfonds profitieren, startete am 16. Januar 2012 eine deutschlandweite Marketingkampagne mit dem Motto: "Mein Mikrokredit. Ich mach was draus!"
Weitere Informationen zu Mikrokrediten sowie den örtlichen Mikrofinanzinstituten finden Sie
hier.
Quelle: PM des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales