Der nordrheinwestfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat darauf hingewiesen, dass die Arbeitslosen-Statistiken, die von einer Verbesserung der Situation gerade für ältere Arbeitslose sprechen, verzerrte Angaben machen. In einem Brief an die CDU-Abgeordneten belegt Laumann, dass von 140.000 „Abgängigen“, die im Oktober 2007 nicht mehr als arbeitslos gerechnet wurden, nur 41.000 eine sozialversicherungspflichtige Stelle gefunden haben.
Nur 29 Prozent der Arbeitslosen über 50 ist es gelungen, eine neue Anstellung zu beginnen. 48 Prozent sind in die „Nichterwerbstätigkeit“ entlassen worden, sei es, dass sie durch zuviel Vermögen keinen Anspruch auf ALG II haben, sei es durch Frühverrentung oder auch durch Existenzgründung. Weitere 13,5 Prozent haben eine Ausbildung begonnen.
Laut Statistik waren 50- bis 54-jährige Arbeitslose, die wieder eine Beschäftigung eingingen, im Durchschnitt zuvor 15 Monate arbeitslos. 55- bis 59-Jährige brauchten im Schnitt 19,2 Monate, 60- bis 64-jährige nur 14,6 Monate. Damit ist die durchschnittliche Zeit der Arbeitslosigkeit für ältere Menschen sogar angestiegen, wie Laumann betont. Bei den 24-Jährigen findet der Schnitt nach nur 3,6 Monaten eine neue Stelle, und bei den 25- bis 29-Jährigen liegt der Durchschnitt bei 6,6 Monaten
Quelle: Westfälische Nachrichten